Mahmut Özdemir, MdB

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Im Jahre 1987 erblickte ich als erstes Kind der Eheleute Zeki und Aynur Özdemir in Duisburg-Homberg das Licht der Welt. Mein gesamtes Leben bin ich dem Stadtteil Homberg und damit „meiner“ Heimatstadt Duisburg treu geblieben. Der Versuchung, das Pendeln während der Studienzeit gegen eine Wohnung in Düsseldorf zu tauschen, habe ich widerstanden. Ich bin stolz, in einem Land aufgewachsen zu sein, in dem es gleich ist, woher man kommt oder wie man heißt, in dem die eigene Leistung sowie die Gemeinschaft zählen. In eben diesem Land wurde mir die Grundlage geschaffen, behütet aufzuwachsen und eine gute Bildung von Kindesbeinen an zu genießen – und dies unabhängig vom Geldbeutel meiner Eltern! Ich fühle mich meiner Heimatstadt Duisburg und meinem Heimatland Deutschland in Dankbarkeit und auch Stolz verbunden.

In Homberg habe ich die Gemeinschaftsgrundschule Ottostraße besucht und danach das Franz-Haniel-Gymnasium mit dem Abitur abgeschlossen. Mein Studium zog mich dann an die Juristische Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Mein erstes juristisches Staatsexamen habe ich im Jahre 2011 abgelegt und unmittelbar im Anschluss im Juni 2011 den juristischen Vorbereitungsdienst mit Blick auf das zweite juristische Staatsexamen aufgenommen. Die Klausur zum zweiten Staatsexamen habe ich im Winter 2013 hinter mich gebracht. Bis zum Beginn meiner Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis 116 / Duisburg II war ich als Rechtsreferent im Dienste des Landes Nordrhein-Westfalen (mit Stammdienststelle Landgericht Düsseldorf) aktiv.

Ich habe „pünktlich“ mit Einführung der Studiengebühren begonnen zu studieren und genauso „pünktlich“ mein Studium mit Abschaffung der Studiengebühren durch die rot-grüne Landesregierung unter Hannelore Kraft abgeschlossen. Aus eigener Erfahrung heraus ist Chancengleichheit im Bildungswesen für mich nicht nur ein Wort. Der Zugang zu Bildung vom Kindergarten bis in den Hörsaal muss losgelöst von der finanziellen Situation der Eltern gewährleistet sein. Schon während des Studiums habe ich ab dem 2. Fachsemester die Studentenkasse mit einer Nebentätigkeit aufgebessert. Diese führte mich zur Landtagsfraktion der SPD im Landtag Nordrhein-Westfalen. Hier habe ich wertvolle praktische Erfahrung gesammelt und mich eingehend damit auseinandergesetzt, was eine „gute Gesetzgebung“ ausmacht. Bis zu meiner Wahl in den Bundestag, auch im Rahmen des juristischen Vorbereitungsdienstes, habe ich diese genehmigte Nebentätigkeit ausgeübt – zuletzt als Referent am Landgericht Düsseldorf.